- Heymann-Löwenstein Riesling Schieferterrassen 2003 2.te Füllung, harmonisch reif, ein herrlich "Maulvoll Wein", Mineralik gepaart mit exotischen Fruchtnoten, **(*)/***
- Lackner Tinnacher Morillion Steinbach 2005, unverkennbar die Exotik in der Nase, erstaunlich schlank, ein Nasenwein, */***
- Kollwentz Sauvignon Blanc Steinmühle 2004, wow, da geht die Post ab, grasige Noten, viel Brenessel, harmonisch von vorne bis hinten, Top, hält sich frisch über die gesamten 4 Tage, ***/***
- Peter Skoff, Muskateller Klassik 2006, nicht wirklich eine klare, strahlende Muskatellerfrucht, dafür sehr saftig und trinkanimierend, */***
- Eva Clüsserath, Riesling "vom Schiefer" 2003, saftig und balanciert, lebendige Säure, das alles mit Kunstoffkorken, ein schöner Begleiter zur gegrillten Forelle, **/***
- Franz Weninger, Veratina 2003, erstaunlich fokussiert, ja fast schlank für diesen üppigen Jahrgang, die geübte Handschrift eines Könners, eine Wohltat am Gaumen, **/***
- Birgit Wiederstein, Rubin Carnuntum 2003, das genaue Gegenteil, saftig, marmeladig, breit, doch nicht ohne Charme als Essensbegleiter, gehört getrunken, (*)/***
- Nittnaus, Pinot Noir Kurzberg 2001, was für ein Erlebnis, braucht zuerst einen ganzen Tag um aufzublühen, ein Bilderbuchwein, tief strömend, herrliche Gerbstoffe, das wird heuer mein Wein zur Martinigans!, ganz klar ***/***
- Wieninger, Gemischer Satz, Nußberg Alte Reben 2002, oops, diese Flasche habe ich über Nacht im Tiefkühler vergessen, der Wein hat's mir verziehen, gereiftes, sattes Gold, viel Mineralik, frisch und lebendig, ein mächtiger Wein am Gaumen, **/***
- Gauby, Les Calcinaires 2005, wollte sich nicht so recht über die 3 Tage entwickeln und blieb verschlossen, diesen Wein kenn' ich ganz anders, abwarten, */***
- Domäne Wachau, Beerenauslese 2001, süß, süß, süß, das war leider ein wenig zu wenig!
- Pitnauer, Merlot "Quo Vadis" 2003, anfangs sehr breite Nase, dann viel Würze und Röstaromatik, fleischig und harmonisch weich, sehr gut gelungenes Exemplar, **/***
Samstag, 5. Mai 2007
Meine Weinliste im April
Weine, die mir im Gedächtnis geblieben sind:
Samstag, 28. April 2007
"Weinbeissen" mit Aussicht
Beim letzten Ausflug ins Kamptaler (zufällig auch Weinfrühling :-) haben wir endlich einmal die Kamptalwarte am Heiligenstein erklommen und die wunderbare Aussicht auf Langenlois und weiter bis zur Donau genossen. Leider war die Warte - trotz anderslautender Auskunft - geschlossen.
Sehr erfreulich auch die Weinbeisserei von Matthias Hager in Mollands, etwas abseits vom Mainstream. Eine abenteuerliche Zufahrt (Spitzkehre 30°), wunderschöne Lage mitten im Weinberg mit toller Aussicht, gute Weine (GV, Muskateller und Sauvignon Blanc) und feines Essen. Kurios, daß für das warme Essen nur Spenden eingesammelt werden, da noch keine Umwidmung in Bauland vorhanden ist und somit kein Restaurantbetrieb (nur Buschenschank) möglich ist.
Einen hervorragende 2006er-Serie von Grünen Veltlinern (vor allem die GVs vom Wechsel- und Gaisberg) und Riesling Gaisberg, vor allem aber einen tollen Müller Thurgau - den ich anfangs gar nicht probieren wollte, glockenklar, helle Nase, trinkanimierend - gab's bei Familie Maglock-Nagel in Straß und das alles bei Preisen um € 5,-, das ist ehrliche Winzerarbeit, da lacht mein Weinherz!
PS: Mit den Weinen des Weingut Ehn in Langenlois hatte ich ebenfalls "Schwierigkeiten", der nächste auf meiner heuer schon ach so langen Liste...
Sehr erfreulich auch die Weinbeisserei von Matthias Hager in Mollands, etwas abseits vom Mainstream. Eine abenteuerliche Zufahrt (Spitzkehre 30°), wunderschöne Lage mitten im Weinberg mit toller Aussicht, gute Weine (GV, Muskateller und Sauvignon Blanc) und feines Essen. Kurios, daß für das warme Essen nur Spenden eingesammelt werden, da noch keine Umwidmung in Bauland vorhanden ist und somit kein Restaurantbetrieb (nur Buschenschank) möglich ist.
Einen hervorragende 2006er-Serie von Grünen Veltlinern (vor allem die GVs vom Wechsel- und Gaisberg) und Riesling Gaisberg, vor allem aber einen tollen Müller Thurgau - den ich anfangs gar nicht probieren wollte, glockenklar, helle Nase, trinkanimierend - gab's bei Familie Maglock-Nagel in Straß und das alles bei Preisen um € 5,-, das ist ehrliche Winzerarbeit, da lacht mein Weinherz!
PS: Mit den Weinen des Weingut Ehn in Langenlois hatte ich ebenfalls "Schwierigkeiten", der nächste auf meiner heuer schon ach so langen Liste...
Mittwoch, 11. April 2007
"Geholzte" Weine
Anläßlich eines herrlichen 2003er Traminer Kirchleiten des Weinguts Winkler-Hermaden, dessen Aromen bei meiner initialen Verkostung vor 2 Jahren hauptsächlich von röstigen Noten des Barriques geprägt war, welche nun aber annähernd komplett verschwunden sind - der Wein hat das Holz komplett gefressen.
Gerade bei Weinen, welche länger lagern und daher das Holz perfekt integrieren, frage ich mich, welchen Einfluß der Kuß des Holzes in der Entwicklung des Weines wirklich hat. Werden die Aromen anders, ist der Reifeverlauf ein anderer oder wird der Wein gar komplexer - wohlgemerkt alles unter dem Aspekt der längeren Reifung, denn kurzfristig trägt das Holz natürlich einiges zur Entwicklung des Weines bei - sei es nur die Zähmung der Gerbstoffe oder der Säure. Aber gerade diese beiden Hauptkomponenten werden bei hinreichen langer Flaschenlagerung auch abgeschliffen und schließlich ist der Preisaufschlag bei Barriqueweinen pro Flasche nicht unerheblich - den Marketingaspekt mal ausgeschlossen.
Gerade bei Weinen, welche länger lagern und daher das Holz perfekt integrieren, frage ich mich, welchen Einfluß der Kuß des Holzes in der Entwicklung des Weines wirklich hat. Werden die Aromen anders, ist der Reifeverlauf ein anderer oder wird der Wein gar komplexer - wohlgemerkt alles unter dem Aspekt der längeren Reifung, denn kurzfristig trägt das Holz natürlich einiges zur Entwicklung des Weines bei - sei es nur die Zähmung der Gerbstoffe oder der Säure. Aber gerade diese beiden Hauptkomponenten werden bei hinreichen langer Flaschenlagerung auch abgeschliffen und schließlich ist der Preisaufschlag bei Barriqueweinen pro Flasche nicht unerheblich - den Marketingaspekt mal ausgeschlossen.
Samstag, 7. April 2007
Konstruktivistische Verkostungsnotizen
Der Tod von Paul Watzlawick, einem der führenden Persönlichkeiten und Vertreter auf dem Gebiet des "Radikalen Konstruktivisimus" hat mich dran erinnert, wie wertlos Verkostungsnotizen ohne die genaue Kenntnis des Geschmack und der Vorlieben des Kosters sind. Daher hier an dieser Stelle einmal kurz gefaßt, was im Wein ich zu finden vermag mir Freude bereitet:
- eine Harmonie und Balance, von der Nase über den Gaumen zum Abgang, der Wein muß "strömen" beim Riechen, meinen Riechkolben dadurch zu verwöhnen, mich damit zum Verweilen einladen und doch meine Neugierde auf einen ersten Schluck steigern - ja ich bin ein Nasentrinker ;-)
- ich mag fokussierte Weine, die gebündelt und klar sind, keine ausufernden, breiten "Laberln"
- Frucht bedeuted mir im Allgemeinen wenig, ist oftmals nur vorgeschoben, jaja, bei aromatischen Weißweinsorten wie Muskateller und Sauvignon Blanc ist das natürlich unabdingbar, ich freue aber mich immer, wenn der Wein mir Mineralik, Würzekomponenten und Vielschichtigkeit offeriert, sein Geruchs und Geschmacksbild mich minütlich auf's Neue überraschen.
- Ecken und Kanten und Eigenheiten eines Weines ziehe sind der Uniformität unabdingbar vor, lieber einen Wein der polarisiert, der anstrengt, dem man sich widmen muß, den man nicht immer versteht - und der auch nicht immer schmeckt! - als den 117 reduktiven Eiszuckerlaufguß. Wein braucht Seele, er muß leben, nicht technisch konstruiert sein, auch wenn das heißt, die eine oder andere "Unstimmigkeit" als Charisma zu akzeptieren
- Weine abseits des Mainstreams und der Mode...
- Ja, und ich mag Barriqueweine, auch wenn es dem einen oder anderen bereits zuviel ist, sowohl beim Roten wie auch beim Weißen, unter der Bedingung, daß der Wein harmonisch strömt, fließt, auch wenn sich dadurch ein bißchen ein Widerspruch zum vorher gennannten ergibt, nobody is perfect!
- Ein noch zum Schluß: jeder der Wein kritisch beurteilt, soll sich bewußt sein, wie einfach wir Konsumenten es im Vergleich zum Winzer haben, Konsumenten brauchen einfach nur Vergleichen; das Winzer es da ungleich schwerer haben, jedes Jahr (manchmal unter den Wetterkapriolen) eine Serie von Topweinen in die Flasche zu füllen, sollte sich immer beim der Beurteilung im Hinterkopf halten - Weine kommen immer noch von Menschen und genau das macht ihn auch so spannend, vielfältig und interessant!
Dienstag, 3. April 2007
Wakolbingers Weinwunder, Lederfabrik, Linz
Ein richtiger Promi-Event mit ziemlichen Andrang und in manchen Ecken war einerseits ob des in der Luft schwebemden Parfumduftes der schönsten Linzer Frauen, andererseits ob des Zigarettenqualmes an seriöses Probieren nicht zu denken - ob das der Wein verdient hat?
In Summe hat sich das bestätigt, was sich bei der Burgenland schon abgezeichnet hat: teilweise sehr gute Serien gehen Hand in Hand mit einigen Flops und hie und da erlebt man echte Highlights ;-)
Entäuschend
In Summe hat sich das bestätigt, was sich bei der Burgenland schon abgezeichnet hat: teilweise sehr gute Serien gehen Hand in Hand mit einigen Flops und hie und da erlebt man echte Highlights ;-)
Entäuschend
- waren für mich die meisten österreichischen Rotweine der Jahrgänge 04 /05 , das inkludiert so illustre Namen / Weine wie Heinrichs Gabarinza 05 / Pannobile 04, Paul Achs Ungerberg 04, auch die Claus Preisingers Heideboden und Pannobile 05 aber auch ausländische Weine wie Montevertine CC 03 / Le Pergole Torte 01
- allesamt mit vielzuviel Holz, breit in der Nase, verschlossen und sperrig am Gaumen, einige richtiggehend dünn, aber mit kräftigen Gerbstoffen, welche sich nicht harmonisch ins Gesamtbild einfügen - wo bleibt die Frucht, wo die Würze gepaart mit kühler Mineralik?
- einige Weißweine wie zB. Steininger (lasch, fehlende Säure), Angerer (sehr verhalten und eher schlank) - das alles kann natürlich auch nur von meiner eigenen Unfähigkeit Wein im gegenwärtigen, jungem Stadium zu beurteilen liegen, alleine der Vergleich mit anderen Weingütern dieser Tage läßt mich daran zweifeln ;-)
- einige Faßmuster wie zB. Bucheggers Riesling Moosburgerin 06 und GV Pfarrweingarten 06, beide mit erkennbarem Potential, aber im gegenwärtigen embryonalen Zustand sehr zwiespältig
- Steiningers Sekte (Sauvignon / Grüner Veltliner)
- Hans Setzers Rote Veltliner und der Grüner Veltliner 8000, bei den leichteren GVs schwingt immer ein wenig Eiszuckerlaromatik mit)
- Bucheggers Riesling Tiefenthal 06
- Ploder-Rosenberg, ein wundererbar erfrischender Rosa Rot, auch der Muskateller sehr ordentlich, sowie der rote Eruption
- Paul Kerschbaums Blaufränkisch Dürrau 04
- Heribert Bayers In Signo Sagittari und Leonis, auch der Tauri war sehr gut (alle 05)
- des Abends waren sicherlich die Weine des Moselweinguts Schmitges - eine wundervolle Serie über alle Qualitäten, stimmige Harmonie und Trinkfluß bereits in des Basisqualitäten - das müsste einigen österreichischen Kollegen augenblicklich die Schamesröte ins Gesicht treiben, besser kann man den Konsumenten die Auswirkungen einer einzigen Rebsorte auf unterschiedlichem Terroir gar nicht anschaulich machen - meinen Respekt und Chapeau Herr Schmitges!
Sonntag, 1. April 2007
Burgenland im Design Center Linz...
...war eine sehr angenehme Athmosphäre, der Teppich dämpft die Geräuschkulisse, der Andrang hielt sich in Grenzen, auskunftsfreudige, entspannte WinzerInnen und einige gute Weine wie
- Szigeti Sektkellerei, solide Qualität, sehr gut gefallen hat mir die Cuvee Prestige Brut 2005, seriöser Stoff, Champagnernase, sehr cremig am Gaumen,
- Meinklang, Pamhagen, ein hervorragender Grüner Veltliner mit Würze und ein Grauburgunder Graupert, beide sehr stimmig von der Nase bis zum Abgang, "fließen", mit homogenen Trinkfluß, ja, das macht biodynamischen Weinbau sympthatisch, ebenfalls ein wunderschöner Rösler Prädikatswein, schöne Triologie von Süße, Gerbstoffe und Säure.
- Erbhof Bayer, Donnerskirchen, ein guter Sauvignon Blanc Verum, nicht so vorlaut und nicht wirklich sortentypisch, aber gut mit schöner Würze, ein wundervoller Chardonnay Verum, hat alles, Exotik in der Nase, am Gaumen kühl, mit Struktur und Säure, ebenso der GV vom Leithaberg, extreme Reife, Mineralik, herrlich feinziselierte Säure, wunderschön,
- Liegenfeld, Donnerskirchen, ein angenehm trinkanmierender GV Classic, leichtes Eiszuckerl, aber nicht unangenehm, bereits rund und dicht, Chardonnay Hofsatz, sehr Exotik, steirischer Typus, lebendig, aus einem Guß, GV Leithaberg, Reife, öffnet sich mit viel Luft, sehr "weicher" Wein, nicht ganz das Niveau vom Bayer,
- Schönberger, Mörbisch, eine wundervolle weiße Serie, Homogenität pur, macht Spaß von vorne bis hinten - Burgenland Weiß, ein sortentypischer Pinot Blanc mit Biskuittanklängen, ein ziemlich intensiver, grasiger Sauvignon, Brennesselnoten, schlußendlich eine refe Herbstcuvee, das Holz bereits gut integriert, fließend, auch jetzt schon mit viel Freude zu genießen,
- Schandl, Rust, ein herrlich zitrusfruchtiger Furmint, pipifein erfrischend, so locker und trinkfreudig habe ich Furmint noch nie erlebt, eine unbedingte Empfehlung,
- Feiler-Artinger, Cuvee "1010" 2004, dunke Würze, vielschichtig, am Gaumen gut strukturiert, gute Gerbstoffe, schöner Wein,
- DAC Mittelburgenland, Blaufränkischland, sehr gut gefallen hat mir der DAC Hochberg 2005 von Josef Tesch, frucht und Reife in Harmonie, guter Körper, ebenso vom Weingut Hundsdorfer der 2003er Blaufränkisch Barrique, hochfeine, röstige Nase, überschwengliche Fruchtsüße am Gaumen, langer Abgang, à point.
Samstag, 24. März 2007
Weinfrühling im Alten Rathaus, Linz
Angenehme Atmosphäre im überschaubaren Rahmen, das bietet der Weinfrühling im Alten Rathaus jede Jahr. Diesmal auf der Suche nach dem sagenumwogenen 2006er Grünen Veltlinern (=GV). Von Freunden habe ich von der DAC Weinviertel Verkostung keine allzu großen Lobeshymnen vernommen - viel Alkohl und maskuline Weine. Zum Glück hat sich das bei den von mir verkosteten Weinen nicht immer bestätigt :-).
Gefallen haben mir
Gefallen haben mir
- Weinbau Greilinger, Hollabrunn, Weinviertel, GV DAC 2006, Süße Nase, Würze, ziemliche Struktur am Gaumen, eine richtige Granate, trotzdem schön trinkbar, die Cuvee Holzberg 2004 (Zw, CS, Mlt) präsentierte sich weich und füllig, schöne Holzaromen, Würze, rund und sehr angenehm,
- Schaflerhof, Traiskirchen, Thermenregion, sehr gastronomisch zeigten sich die 2006er (Rotgipfler, Zierfandler, Chardonnay und Sauvignon Blanc) der Klassik Linie, alle unkompliziert mit schönem Trinkfluß,
- Weingut Lutzer, Haugsdorf, Weinviertel, eine wunderschöne Serie, angefangen von beiden DAC GVs - Ernte und Selection - über die Roten, ein wunderbar runder und fruchtdominerter Merlot 2004, trinkfreudiger Zechwein (€ 5,60), eine herrlich süffige Cuvee Leo 2005, harmonisch und balanciert , dabei auch mit guter Tannin Struktur, sehr gefällig um weniger als € 6,
- Markus Iro, Gols, Neusiedlersee, ein sensationeller Cabernet Franc 2005 Heideboden, dezente grüne Noten in der Nase, Friulanische Anklänge, feste Tanninstruktur, die mächtigen 14,5% Alkohol perfekt eingebunden, sehr, sehr schöner, Falstaff prämierter Wein um wohlfeile € 6,40, da lacht mein Herz,
- Maglock Nagel, Strass, Kamptal, eine beindruckende Serie von GVs - Hasel, Wechselberg und Gaisberg, glockenklar, würzig fruchtig ohne Eiszuckerl, schöne Säure, auch der Rote Veltliner, schöne, unaufdringliche Parfumnase, leicht herb am Gaumen, erfrischend gut, alle unter € 5!!
- Reinberger, Grafenwörth, Wagram, ebenfalls tolle Weine, vom GV Fumberg über GV Brenner, beides schöne Sommerweine, hin zum GV Rose Grün, der mir mit seiner Harmonie sehr gut gefallen hat,
- Joe Bauer, Feuersbrunn, Wagram, sehr schön der Unterschied zwischen Löß - GV Spieß, breit, saftig mit schönem Trinkfluß und den auf Kalk gewachsenen Veltlinern - GV Spiegel und insbesonders Spiegel Alte Reben, mit viel Mineralik, fokussiert, mit straffer Säure
- Mayrhofer, Horitschon, Mittelburgenland, 2 tolle rote Cuvees, Johannes 2004 und Cabernet Merlot 2005, beide in Harmonie mit Holz, Frucht und Tannin, gebündelt, bereits sehr schön zu trinken, gutes P/L-Verhältnis mit € 11.
Freitag, 23. März 2007
Cuveés von üüüüberall
Eine Verkostung mit 24 Weinen zum Thema "Cuveés" brachte wieder einmal einige Spitzenweine zu Tage, von welchen ich euch meine Favorits nicht vorenthalten möchte. Erwähnenswertes Detail am Rande: die Meinungen der Gruppe zu einigen Weinen waren diesemal sehr heterogen!
- Champagne Cuvee Saint Anne Brut, Chartogne-Taillet, hefige Noten, brotig, cremig und rund, stimmig, guter Abgang, €24, Bezug: Noitz
- Gemischter Satz Nußberg Alte Reben 2005, Fritz Wieninger, Wien, anfangs diffus, Würze, florale Aromen, dicht und reif, gut antrinkbar, viel Potential, € 14
- Les Calcinaires Blanc 2005, Domaine Gauby, Parfumnase, aber nicht vordergründig, fokussiert, salzig, Würze und Minealik, quicklebendig am Gaumen, harmonisch, wow! - das ist Stoff, dabei einer seiner Bascic-Weine, € 14, K&U
- Vinas de Gain 2003, Artadi, Rioja, Schwarze Farbe, würzig und dunkelfruchtig, rohes Fleisch und Leder, sehr modern, sicherlich gut gemacht und trotzdem habe ich diesem Wein nichts abgewinnen können, hat keine Seele und schon keine Identität für einen Rioja, hat den meisten anderen aber gut gefallen, € 17
- Chateau Bel-Air La Royére 2002, Fronsac, Bordeaux, Schwarz, Röstnase, die Säurestruktur schon in der Nase sprürbar, kräftiges Tannin am Gaumen, dunkle Beeren, lebendige Säure aber balanciert, vital, fordernd, herrlich, mein Star des Abends!, €25, K&U
- Il Molino die Grace, Chianti Classico Reserva Il Margone 2001, schöne Reife, Flieder, warme Töne (da fühlt man sich geborgen und zu Hause), traditionell, hat nach dem Bordeaux einen schweren Stand, €25, Weinwelt Interspar
- Cava Brut Natural, Reserva de la Familia 2003, Juvé y Camps, Hefenoten, quirlig mit viel knackiger Säure, erfrischend mit viel regionalem Charakter, knochentrocken, macht einfach Spaß, € 16, Wein & Co
- Thiel, Zierfandler Rotgipfler Grand Select 2005, Thermenregion, kräftige Gold, Gelbfruchtnase, Marillen, expressive Aromatik, vom Holz ganz leicht getragen, gute Struktur mit schönem Körper, balanciert, langer Abgang,"home of the good stuff", € 15
- Eric Pfifferling, Domaine L'Anglore 2004, Tavel, ein Rose aus 5 verschiedenen Rebsorten, Biowein, der's in sich hat, mit Stil und Stengeel vergoren, sehr dunkel für einen Rose, Preiselbeeren und Zwetschkenanklänge, ein spontantes Uhhh, am Gaumen geht dann die Post ab, Kräuterwürze, Gerbstoffe!!!, herb mit floralen Aromen, ein Wein zum Diskutieren, ergründen, suberbe Qualität zur mediterranen Küchemit Oliven und Thymian, ein Erlebnis!, € 11, K&U
- Baron von Essen, Capaia 2004, viel Holz, modern, Würze, grüner Paprika, lebt durch Dialog von Säure und Tannin, gefällt mir sehr gut, wurde von den anderen durch das präsente Barrique eher abgelehnt, € 24
- Chateau Doyac 2001, Haut Medoc, Bordeaux, ernste Nase, ruhig und streng, Frucht am Gaumen, harmonisch, solider Wein mit sehr gutem P/L-Verhältnis, guter Essensbegleiter, € 9!!
- Les Vieilles Vignes 2001, Domaine de Villeneuve, Chateauneuf-du-Pape, Biowein, viel Würze, streng, Alkohol sehr gut integriert, klassischer Rotwein traditioneller Machart, € 26
- Castillo Ygay 1989 Gran Reserva, Marques de Murrieta, Granatrot, rotbeerige Frucht, fast schon burgundische Dimesion, harmonisch, feines Tannin, Würze, offen, Potential für viele Jahre, € 30, Cielo del Vino
- Quinta do Noval, LBV 1997, Douro, Heidelbeere, Frucht!, päsentiert sich in perfekter Verfassung, strukturiert mit feinem Tannin, Schoko, Rosinen, pipifeiner Port, ein Hochgenuß um wohlfeile € 17
Montag, 19. März 2007
Seit Jahren 29...
...und daß nun schon seit zehn Jahren :-) - hieß es wieder einmal am 6.3. . Zum Fest mit Freunden gab's neben einem Test der Geschacksnerven - es galt blind 4 Lebensmittelproben auf einmal in den Mund geschoben zu benennen - natürlich auch was zu trinken. Rose Spumante von Canella, herrlich süffig und cremig, pipifein, **/***, Köfererhof, Sylvaner 2005, Vahrn / Neustift, Südtirol, harmonische Säure, eher zurückhaltender Natur, schöner Begleiter zu toskanischen Antipasti-Happen und unaufdringlich zur Topinamburschaumsuppe, */***, Chardonnay 2003 von Mulderbosch, Stellenbosch, Südafrika, muskulöser Vertreter mit merklichem, doch perfekt integriertem Holz, hamonisch und balanciert, öffnet sich wunderbar, wirkt fast cremig, mit Druck und herrlichem Trinkfluß, begleitete die Sardinen in Senfpanade und die Knoblauch-Petersilien Gambas vortrefflich, ein herrlicher Wein, **(*)/***, zum Lungenbraten auf Selleriepürre, mit Rotweincharlotten und Vichykarotten leider ein beinträchtigter 1999er Brunello von La Magia, Montalcino, Toskana, wir waren uns sicher, daß es kein offensichtlicher Kork ist, dem Wein fehlte einfach das Flair, schade, denn diesen Wein habe ich vor einem dreiviertel Jahr in Höchstform erlebt, doch der Commondor 2000 von John Nittnaus, Neusiedlersee, Österreich war viel mehr als ein würdiger Ersatz, herrlich rund und offen, intensive Nase, mit viel Fruchtsüße und reifem Tannin, machte einfach nur Spaß und hat noch etlich Potential, **/***, hintendrein ein Tinto Pesquera 2001 von Altmeister Alejándro Fernandez, Ribera del Duero, Spanien, ein klassischer Ribera, etwas Animalik, guter Körper, ein "Maullvoll Wein", gute Balance, reifes Tannin, aber auch Säure, kam mir aber etwas streng vor und brauchte etwas "Beschäftigung", vielleicht hatte er es hinter dem Commondor einfach schwer oder ist gerade im Umbruch, sicherlich noch viel Potential aus diesem sehr guten Jahrgang, */*** , zum Kaiserschmarrn dann eine Bouvier TBA 2001 von Martin Weiss, Apetlon, Neusiedlersee, harmonischer , sehr gefälliger Wein, dem aber die (Säure)Spannung etwas fehlt, zum Schmarrn aber sicherlich kein Schmarrn, *(*)/*** und als Abschluß gab's einen Vintage Port 1998 Quinta de la Rosa, ebenfalls mit sauberer Frucht, feiner Abschuß mit unkompliziertem Trinkfluß auf LBV-Niveau, könnte etwas mehr Struktur und Druck besitzen, *(*)/***. Ein (fast) perfekter Abend, oder?
Mittwoch, 7. März 2007
Weiß vs. Rot - eine Genußfrage?
Warum muß ein Rotwein mehr kosten als ein Weißwein?
Ja, das ist eine Frage, die sich mir schon länger stellt. Ein Weißer im unteren Preissegment bereitet mir ungleich mehr Vergnügen!
Die Chance, daß mich ein günstiger Weißer entäuscht ist ungleich geringer wie bei einem Roten. Warum ist das so? Auf den ersten Blick könnte es einige Erklärungen geben: Rotwein hat mehr Prestige und wird daher teurer verkauft! Vielleicht herstellungsbedingt - ist der Weiße vielleicht leichter zu machen oder gar fehlertoleranter im Herstellungsprozeß? Kaufe ich gar die falschen günstigen Rotweine? Oder stelle ich einfach nur höhere Anforderungen an Rotwein? Ist das wirklich so?
Übrigens: vor kurzem hat mir ein Bekannter gestanden, daß es bei ihm genau umgekehrt sei - er findet leichter einen günstigen Rotwein. Komisch. Liegt aber vielleicht daran, daß ich von 1995 mit 0% Weißweinanteil inzwischen auf 60% hochgestartet bin. Trotzdem halte ich's bei einem wirklich guten Roten noch immer mit Bruno Prats von Cos d'Estournel: Weißwein ist das, was man (Frau) trinkt, bevor man Rotwein trinkt. Wie wahr ;-)
Ja, das ist eine Frage, die sich mir schon länger stellt. Ein Weißer im unteren Preissegment bereitet mir ungleich mehr Vergnügen!
Die Chance, daß mich ein günstiger Weißer entäuscht ist ungleich geringer wie bei einem Roten. Warum ist das so? Auf den ersten Blick könnte es einige Erklärungen geben: Rotwein hat mehr Prestige und wird daher teurer verkauft! Vielleicht herstellungsbedingt - ist der Weiße vielleicht leichter zu machen oder gar fehlertoleranter im Herstellungsprozeß? Kaufe ich gar die falschen günstigen Rotweine? Oder stelle ich einfach nur höhere Anforderungen an Rotwein? Ist das wirklich so?
Übrigens: vor kurzem hat mir ein Bekannter gestanden, daß es bei ihm genau umgekehrt sei - er findet leichter einen günstigen Rotwein. Komisch. Liegt aber vielleicht daran, daß ich von 1995 mit 0% Weißweinanteil inzwischen auf 60% hochgestartet bin. Trotzdem halte ich's bei einem wirklich guten Roten noch immer mit Bruno Prats von Cos d'Estournel: Weißwein ist das, was man (Frau) trinkt, bevor man Rotwein trinkt. Wie wahr ;-)
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