Samstag, 30. Dezember 2006
Geburtstagsfeier
Juhu, vinissimus.blogspot.com ist 1 Jahr alt geworden. Happy birthday, lieber Blog :-), und hoffen wir auf viele neue interessante Weineerlebnisse im neuen Jahr. Proooooos(i)t!
Samstag, 23. Dezember 2006
a first impression of Canadian wines
War Anfang Dezember für 2 Wochen in Toronto und hatte so ein wenig Zeit mich mit kanadischen Wein auseinanderzusetzen. Die erste Hürde gibt's ja schon einmal beim Einkaufen, da in Kanada der Alkoholausschank lizenzpflichtig ist. Einer der größten Shopbetreiber - die LCBO - ist immerhin der weltgrößte einzelne Käufer von Spirituosen! und ab und an findet man auch eine Geschäft, wo man seiner (W)Einkaufsleidenschaft fröhnen kann :-)
Wir tranken kanadischen Wein in Restaurants, auch in der angrenzenden Shopping Mall meines
Hotels um die Ecke (mit einem herrlichen BIO-Supermarkt mit warmen vegetarischen Gerichten) fand sich ein Geschäft - Vineyards Estate Wines - mit "örtlichen" Weinen aus Ontario.
Ich probierte Chardonnay und Sauvignon Blanc 2004 von Peller Estates aus der Private Reserve-Produktlinie, besonders der Sauvignon hatte prägnante Sortencharakteristik und wußte zu den Bio-Schmankeln vollauf zu überzeugen. Von Trius ließ ich mir den Red 2004 empfehlen, ein Blend nach Bordelaiser Vorbild. Ein angenehmer, nicht zu fruchtiger Wein, das Holz gut eingebunden, aber etwas Rückhalt und Struktur vermissend. Hier stellt sich einfach die Frage, wie gut Rotwein aufgrund der klimatischen Gegebenheiten im Niagaragebiet überhaupt werden kann?
Wir hatten auch Weine von Mission Hill aus British Columbia, zB. den Merlot Reserve, welcher sehr gut ware und auch einen Zweifler überzeugte. Eigenständigkeit war diesem Wein jedoch fremd und ich hätte mit Sicherheit auf Weine aus der Neuen Welt getippt.
Beim Ausflug an die Niagarafälle blieben wir auch bei einem renommierten Erzeuger stehen. Naja, so bekannt kann er nicht gewesen sein, denn ich habe mir seinen Namen nicht gemerkt. Jedenfalls war die Fülle an (europäischen!) Medaillen und Zertifikate, welche die Wände des Eingangsbereichs zierten, ziemlich beeindruckend. Die zur Verkostung dargebotenen Weiß- und
Rotweine jedoch leider weniger und fanden (nicht nur) mit meinem Gaumen keinen Anklang, sodaß ich aufgrund der Kostenpflichtigkeit (CAN$ 4 pro Glas) und der ausgeschenkten
homäopatischen Menge auf eine Verkostung der Eisweine verzichtete.
Die besseren Qualitäten liegen preislich auch deutlich über vergleichbaren österreichischen Kreszenzen und beginnen bei ca. CAN$ 40 hinauf bis CAN$ 80 pro Flasche mit 0,37l Inhalt. Interessant war auf alle Fälle, daß auch aus roten Rebsorten wie Merlot und Syrah Eiswein gemacht wird. Meine Vermutung, daß diese Rebsorten nur in den wenigsten Jahren voll ausreifen und man daher aus der Not eher eine Tugend enstanden ist.
Summa summarum weinmäßig nichts neues - wobei meine Erfahrungen keinen wirklich repräsentativen Querschnitt des kanadischen Weinbaus wiederspiegeln. Schön war's trotzdem!
Update: Siehe zu Kanadischen Weinen auch Jancis Robinsons Artikel.
Wir tranken kanadischen Wein in Restaurants, auch in der angrenzenden Shopping Mall meines
Hotels um die Ecke (mit einem herrlichen BIO-Supermarkt mit warmen vegetarischen Gerichten) fand sich ein Geschäft - Vineyards Estate Wines - mit "örtlichen" Weinen aus Ontario.
Ich probierte Chardonnay und Sauvignon Blanc 2004 von Peller Estates aus der Private Reserve-Produktlinie, besonders der Sauvignon hatte prägnante Sortencharakteristik und wußte zu den Bio-Schmankeln vollauf zu überzeugen. Von Trius ließ ich mir den Red 2004 empfehlen, ein Blend nach Bordelaiser Vorbild. Ein angenehmer, nicht zu fruchtiger Wein, das Holz gut eingebunden, aber etwas Rückhalt und Struktur vermissend. Hier stellt sich einfach die Frage, wie gut Rotwein aufgrund der klimatischen Gegebenheiten im Niagaragebiet überhaupt werden kann?
Wir hatten auch Weine von Mission Hill aus British Columbia, zB. den Merlot Reserve, welcher sehr gut ware und auch einen Zweifler überzeugte. Eigenständigkeit war diesem Wein jedoch fremd und ich hätte mit Sicherheit auf Weine aus der Neuen Welt getippt.
Beim Ausflug an die Niagarafälle blieben wir auch bei einem renommierten Erzeuger stehen. Naja, so bekannt kann er nicht gewesen sein, denn ich habe mir seinen Namen nicht gemerkt. Jedenfalls war die Fülle an (europäischen!) Medaillen und Zertifikate, welche die Wände des Eingangsbereichs zierten, ziemlich beeindruckend. Die zur Verkostung dargebotenen Weiß- und
Rotweine jedoch leider weniger und fanden (nicht nur) mit meinem Gaumen keinen Anklang, sodaß ich aufgrund der Kostenpflichtigkeit (CAN$ 4 pro Glas) und der ausgeschenkten
homäopatischen Menge auf eine Verkostung der Eisweine verzichtete.
Die besseren Qualitäten liegen preislich auch deutlich über vergleichbaren österreichischen Kreszenzen und beginnen bei ca. CAN$ 40 hinauf bis CAN$ 80 pro Flasche mit 0,37l Inhalt. Interessant war auf alle Fälle, daß auch aus roten Rebsorten wie Merlot und Syrah Eiswein gemacht wird. Meine Vermutung, daß diese Rebsorten nur in den wenigsten Jahren voll ausreifen und man daher aus der Not eher eine Tugend enstanden ist.
Summa summarum weinmäßig nichts neues - wobei meine Erfahrungen keinen wirklich repräsentativen Querschnitt des kanadischen Weinbaus wiederspiegeln. Schön war's trotzdem!
Update: Siehe zu Kanadischen Weinen auch Jancis Robinsons Artikel.
Mittwoch, 15. November 2006
Nachschlag Riesling D
Habe gerade einen Van Volxem 2002 Saar Riesling im Glas. Wohlgemerkt, das ist der Basisriesling von Roman Niewodniczanskis um €9! Gelbe Früchte mit exotischen Aromen, Mineralik, so herrlich saftig am Gaumen, mit harmonischer Säure und herrlicher (dezenter) Süße, macht soviel Trinkspaß, das es jedem österreichischen Riesling in dieser Preisklasse die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste. Ein dreifaches HipHipHurra - dieser Wein ist die Latte, an der sich alle anderen messen lassen müssen!
Sonntag, 12. November 2006
Gans(e) Weine :-)
Bücher zum Paaren von Essen und Wein kann man an einer Hand abzählen! Wenn man als Kriterium dann noch den Inhalt - ein ja nicht ganz unwesentlicher Teil - heranzieht, dann bleibt eigentlich nur mehr Reinhold Paukners Buch "Der Wein zum Essen, das Essen zum Wein" über. Dieses Buch ist übrigens das Einzige, das ich für diese Art von Weinbuch empfehlen kann.
Anläßlich des heurigen Martiniganserl habe ich nach Empfehlungen nachgeschlagen. Herr Paukner favorisiert zur Gans (mit Bratäpfel, Serviettenknödel und Maroniblaukraut) tanninbetonte, kräftige Weine (Regel: Fett und Tannin neutralisieren sich - das Gleiche gilt übrigens auch für Fett und Säure) und so habe ich heuer einmal die Probe auf's Exempel gemacht. Persönlich bin ich ja ein Verfechter des Blauburgunders / Pinot Noirs zu diesem Essen, da dessen noble Art und kräftige Säure perfekt hamoniert, ich mir aber nie sicher war, ob nicht ein Brunello bzw. Bordeaux genauso gut damit zurechtkommt. Burgund schied alleine schon wegen des Preises aus - von meinem Unsicherheitsfaktor auf diesem Gebiet gar nicht zu sprechen - wenigstens eine Flasche Givry A.C. von Louis Latour landete im Blaukraut - der war gemessen am normalerweise in Burgund herrschenden Preisniveaus sehr moderat und hat mich auch geschmacklich zufriedengestellt. Folgende Weine waren im Glas:
Anläßlich des heurigen Martiniganserl habe ich nach Empfehlungen nachgeschlagen. Herr Paukner favorisiert zur Gans (mit Bratäpfel, Serviettenknödel und Maroniblaukraut) tanninbetonte, kräftige Weine (Regel: Fett und Tannin neutralisieren sich - das Gleiche gilt übrigens auch für Fett und Säure) und so habe ich heuer einmal die Probe auf's Exempel gemacht. Persönlich bin ich ja ein Verfechter des Blauburgunders / Pinot Noirs zu diesem Essen, da dessen noble Art und kräftige Säure perfekt hamoniert, ich mir aber nie sicher war, ob nicht ein Brunello bzw. Bordeaux genauso gut damit zurechtkommt. Burgund schied alleine schon wegen des Preises aus - von meinem Unsicherheitsfaktor auf diesem Gebiet gar nicht zu sprechen - wenigstens eine Flasche Givry A.C. von Louis Latour landete im Blaukraut - der war gemessen am normalerweise in Burgund herrschenden Preisniveaus sehr moderat und hat mich auch geschmacklich zufriedengestellt. Folgende Weine waren im Glas:
- Blauburgunder 2001, Weingut Mazzon, Gottardi, Südtirol, ruhig strömende Pinot-Nase, deutliches, sehr gut verwobenes Holz, mittelgewichtig, sehr harmonisch und balanciert, mit gutem Abgang und perfekter Säure, ein optimaler Speisenbegleiter, **/***
- Spätburgunder 2002 "S", Holger Koch, Bickensohl, Baden (der "S ***" erschien mir noch zu jung) helles Ziegelrot, fast schon ein Himbeerwasserl, dezente Fruchtnase, am Gaumen balanciert mit kräftiger Säure, */***,
- Chateau d'Armailhac 1999, 5eme Grand Cru, Pauillac, Bordeaux, was für ein Kontrast bereits in der Farbe, noch immer tiefedunkel, Röstaromen und viel Würze in der Nase, am Gaumen gut offen, eher geschliffener Stil mit einer guten Säurestruktur und fein verwobenen Tannin, von seiner Machart eher ein Schmeichler, schöner Wein, **/***
Donnerstag, 9. November 2006
Rieslingländerkampf Deutschland : Österreich 1:0
Ja, ja, das ist Wasser auf meinen Mühlen und Salz in der Wunde des Patrioten, aber selten war es für mich so spannend, neue Geschmackswelten mit Hilfe des Deutschen Rieslings zu erkunden. Eine kleine Einschränkung gibt es aber anzumerken: wenn du auf primärfruchtige Weine und Reinzuchthefe stehst und sich dir beim Wort Restzucker die Nackenhaare aufstellen, tja, dann am Besten gar nicht mehr weiterlesen!
14 Weine - jeweils 7 aus A und D -standen auf dem Prüfstand. Die letzten beiden offiziellen Verkostungen A gegen D bei der VieVinum haben übrigens auch unsere Nachbarn für sich entschieden.
Zur Ehre der Österreicher - so schlecht ward ihr gar nicht! Als Ehrenretter fungierte Toni Bodensteins (Weingut Prager) 2003er Wachstum Bodenstein, herrlich mineralisch, schlank und fokussiert, begeistert mit jedem Schluck, €25, **/***.
Was habe ich mitgenommen von diesem Abend?
14 Weine - jeweils 7 aus A und D -standen auf dem Prüfstand. Die letzten beiden offiziellen Verkostungen A gegen D bei der VieVinum haben übrigens auch unsere Nachbarn für sich entschieden.
Zur Ehre der Österreicher - so schlecht ward ihr gar nicht! Als Ehrenretter fungierte Toni Bodensteins (Weingut Prager) 2003er Wachstum Bodenstein, herrlich mineralisch, schlank und fokussiert, begeistert mit jedem Schluck, €25, **/***.
Was habe ich mitgenommen von diesem Abend?
- 2005er Marthal vom Vorspannhof Mayr, Kremstal, Glockenklar und hell in der Nase, verhaltene Anklänge an Marille, Extrakt und Früchtsüße, gute Säure, hätte ich in einer Blindprobe als Veltliner eingestuft, € 12, **/***, Potential,
- Walter Bucheggers 2005er Moosburgerin, Kremstal, Wow, ein exotischer Aromenstrauß, grüne Apfelaromen, rassig, eher schlanker Körper, sehr fokussiert mit zartem Bitterl im Abgang,€15, **/***, einiges an Potential,
- 2005er Westhofener S, Weingut Wittmann, Rheinhessen, völlig andere Stilistik im Vergleich zu den beiden Vorgängern, für mich schwierige Nase, ganz leichter Petrolton, dahinter aber Exotik und Mineralik, sehr fruchtsüß und saftig, dabei ganz trocken!, trinkanimierend, €14, **/***,
- 2 Trauben L - Langeflecht, 2005, P.J. Kühn, Oestrich, Rheingau, wow, vibrierend, frisches Brotgewürz anfangs, unglaublich offen, Parfum, ausbalanciert, macht unglaublichen Spaß, verändert sich minütlich, Mineralik und Kräuterwürze (Anklänge an Salbei), traumhafter Wein und für mich der Winner des Abends, €16, klare ***/***,
- 2005er Alte Reben, Rüdesheimer Berg Rottland, Leitz, Rheingau, superbe würzige Nase, schwingt richtiggehend, reif und cremig mit herrlich homogener Säure, saftiger Trinkspaß, saftig, saftig, saftig, leider €30, **(*)/***,
- 2003er Schütt vom Altmeister Emmerich Knoll, Wachau, etwas schwere Nase, viel Extrakt, reif, braucht viel Luft um in Fahrt zu kommen, gut, fällt nach 1 Stunde im Glas deutlich ab, €24, *(*)/***,
- Steinmassel 1. Lage 2003, Fred Loimer, Kamptal, helle Nase, extrem mineralische Textur (göttlich!), geht auf mit viel Luft, guter Körper, ebenfalls schöner Wein, läßt aber die Komplexität der deutschen Kollegen vermissen,€ 24, *(*)/***,
- Heymann-Löwensteins 2005er Stolzenberg - 1. Lage, Mosel, Anfangs breite Nase, dann kühle Aromatik, komplexe Aromenvielfalt, gut balanciert, strahlt eine einnehmende Wärme aus, bereits mit gutem Trinkfluß zu genießen, €17, **/***, wie immer einiges an Zukunft,
- 2003 Scharzhofberger Pergentsknopp, Van Volxem, Roman Niewodniczanski, Saar, komplexe und zugleich mineralische Nase, die Restsüße steht am Gaumen aber noch ein wenig daneben, braucht noch viel Zeit, daher Potentialwertung, €25, **/***.
Sonntag, 5. November 2006
Korkteufel, böser du!
Ja, ja, man liest ja desöfteren von diesem Problem - ergo bin ich auch ein Fan von alternativen Flaschenverschlüssen. Bisher bin ich aber von Korklern, die einem wirklich Weh tun verschon geblieben - bisher eben. Dieses Wochenende hat es mich mit einem Doppelpack erwischt - den beiden letzten Flaschen des 2001 Chardonnay vom Weingut Alphart (Salonsieger!!) - lebewohl du herrlich dichter und cremiger, wundervoll exotischer Chardonnay, du hast mir wirklich herrliche Stunden geschenkt! Schniff ;-(
Sonntag, 29. Oktober 2006
Ja, Rheingau!
Tja, man muß ja auch einmal Glück haben bei einer Dienstreise und die Reisestelle bucht einem ein Zimmer mitten in den Reben in Hallgarten im Rheingau. Gleich oberhalb so bekannter Lagen wie Oestricher Doosberg und Lenchen. Dann noch strahlender Sonnenschein, 23°C und ein oder zwei Stunden früher Schluß als geplant und man kann noch sich den umliegenden Sehenswürdigkeiten wie dem Östricher Schiffsladekran (mit persönlicher Führung :-), Schloß Johannisberg (die erste Spätlese der Welt) und Schloß Vollrads (die älteste Weinerzeugende Famile - von Greiffenclau) widmen. Wobei ersteres perfekt renoviert (samt einer touristischen Heerschar von japanischen Rieslingfetischisten) und zweiteres mit Tresterduft im stimmungsvollen Innenhof in der Abendsonne für Ritterromantik sorgte. Daß dann dort im Gutsrestaurant auch noch vorzüglich im herrlichem Ambiente Essen war, war mehr als nur ein perfekter Abschluß zu einem Tag. Schade, daß der Abend nichtmehr die Terasse erlaubt hat, den IMHO alleine für diese lohnt sich die Rückehr. Ja, Rheingau, du siehst mich wieder!
Donnerstag, 12. Oktober 2006
Preiswerte Weine...
...gibt es wohl einige. Wobei preiswert nicht für jedermann gleich ist. Spannend wird's aber dann, wenn hervorragende Qualität zu einem - sagen wir mal - mehr als günstigen Preis angeboten wird. Als Beispiel aus der Vergangenheit fällt mir da der Basis-GV Wagram 2001 von Franz Anton Mayer ein, welcher um knapp über drei Euro!!! sowas von lecker und trinkanimierend war, daß ich mich - Verzeihung - dumm und deppert hätte saufen können. Ich gätte für diesen Wein auch glatt das Doppelte bezahlt. Leider hat dieser Wein in den nachfolgenden Jahren zwar eine konstant gute Qualität gebracht, aber für mich nicht mehr jenes absolute Schnäppchen. Die Preise sind nachwievor bei den Weißen sehr, sehr moderat.
Als aktuelles Beispiel möchte ich Quinto do Novals Maria Mansa 2000 erwähnen. Dieser Rotwein des legändären Portwein-Herstellers aus Tinta Roriz und Touriga Franca, teilweise im Barrique ausgebauten Weines ist ein absoluter Traum:
Dichte, dunkle Farbe, intensives und überschwängliches Bouquet nach Dörrzwetschken, fester und robuster Körper, am Gaumen zur Nase korrespondierende Rumtopfaromatik mit viel Würze, massig wundervoll reife Gerbstoffe, gute Fruchtsüsse, dabei aber nicht so pappig wie es Parker liebt ;-), auch nach dem dritten Glas ist mein Verlangen nach diesem Wein noch nicht gestillt, ein Traum mit gutem Abgang. Pfuuuhhh, ganz klar die Höchstnote ***/***.
Und das Beste kommt noch. Euro zehn. Rufzeichen. Locker das doppelte wert. Gaumen, was willst du mehr?
Auch der Brampton OVR 2003 von Rustenberg ist - in Aktion um €12 erstanden, regulär €15 - ein Wein mit gutem P/L-Vergältnis, wenngleich es auch von seiner unmittelbar ansprechenden Art es mehrere gleichgute Vertreter aus seinem Herkunftsland Südafrika gibt:
Violetter Rand, herrlich kräuterwürzige, vom Merlot dominierte Nase, der Gaumen fein, spürbar Alkohol, mit fruchtsüßem, mittellangem Abgang mit Himbeernoten, fein *(*)/***.
Als aktuelles Beispiel möchte ich Quinto do Novals Maria Mansa 2000 erwähnen. Dieser Rotwein des legändären Portwein-Herstellers aus Tinta Roriz und Touriga Franca, teilweise im Barrique ausgebauten Weines ist ein absoluter Traum:
Dichte, dunkle Farbe, intensives und überschwängliches Bouquet nach Dörrzwetschken, fester und robuster Körper, am Gaumen zur Nase korrespondierende Rumtopfaromatik mit viel Würze, massig wundervoll reife Gerbstoffe, gute Fruchtsüsse, dabei aber nicht so pappig wie es Parker liebt ;-), auch nach dem dritten Glas ist mein Verlangen nach diesem Wein noch nicht gestillt, ein Traum mit gutem Abgang. Pfuuuhhh, ganz klar die Höchstnote ***/***.
Und das Beste kommt noch. Euro zehn. Rufzeichen. Locker das doppelte wert. Gaumen, was willst du mehr?
Auch der Brampton OVR 2003 von Rustenberg ist - in Aktion um €12 erstanden, regulär €15 - ein Wein mit gutem P/L-Vergältnis, wenngleich es auch von seiner unmittelbar ansprechenden Art es mehrere gleichgute Vertreter aus seinem Herkunftsland Südafrika gibt:
Violetter Rand, herrlich kräuterwürzige, vom Merlot dominierte Nase, der Gaumen fein, spürbar Alkohol, mit fruchtsüßem, mittellangem Abgang mit Himbeernoten, fein *(*)/***.
Terroir + Heymann Löwenstein
In der Ausgabe 4/06 der Zeitschrift vinaria gibt es ein Interview mit dem "Terroiristen" Heymann Löwenstein (hier wieder der Hinweis auf seine äußerst interressanten Artikel, welche in einschlägigen deutschen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden).
Interssanterweise - und das war für mich ein wenig überraschend - propagiert Heymann Löwenstein fast eine konstruktivistische Sichtweise des Begriffs Terrior. Kein verteufeln von Reinzuchthefe und Zuckeranreicherung oder dergleichen. Puhh - gerade von ihm als Vorreiter dieses Gedankens hätte ich eher eine messerscharfe Abgrenzung des Begriffs erwartet. Ja, ja so kann man sich täuschen. Seine Weine schmecken mir trotzdem ganz hervorragend und sind als zum Weitersinnieren über den Begriff Terroir ja bestens geeignet. Prost!
Interssanterweise - und das war für mich ein wenig überraschend - propagiert Heymann Löwenstein fast eine konstruktivistische Sichtweise des Begriffs Terrior. Kein verteufeln von Reinzuchthefe und Zuckeranreicherung oder dergleichen. Puhh - gerade von ihm als Vorreiter dieses Gedankens hätte ich eher eine messerscharfe Abgrenzung des Begriffs erwartet. Ja, ja so kann man sich täuschen. Seine Weine schmecken mir trotzdem ganz hervorragend und sind als zum Weitersinnieren über den Begriff Terroir ja bestens geeignet. Prost!
Montag, 9. Oktober 2006
Schmerzensgrenze
Wo liegt d(e)i(n)e Schmerzgrenze?
Habe vor etlichen Tagen Tage das Angebot zur 2.Tranche von Mövenpick zur Bordeaux 2005 Subskription bekommen und über die Preise der Premiere Crus bin ich so in's Sinnieren gekommen. Von den hohen Preisen zu den Kultweinen, dann über (gemachte) Marken (= brands) und Gragenweine - was im übrigen beides eine sehr hohe Affinität zu Kultweinen aufweist - weiter zu Terroir - auch hier gibt es Kultweine - wieder zurück zur Preisgestaltung durch ein limitiertes Angebot um letztendlich für mich zu der Frage zu kommen: wieviel Geld muß man in die Hand nehmen, um einen Spitzenwein erstehen zu können?
Ich wage einmal für mich eine Aussage: um zehn Euro finde ich immer wieder Weine, welche Weinen, die das Dreifache kosten, die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte - das funktioniert aber leider nicht, da ein Gutteil dieser Weine bereits rot sind :-), und so bleiben diese inkognito!
Bei Weißweinen bin ich leichter zufriedenzustellen. Hier gibt es immerwieder herrliche österreichische Weine um weniger als Euro Fünf. Zum Glück bin ich Österreicher :-)
Habe vor etlichen Tagen Tage das Angebot zur 2.Tranche von Mövenpick zur Bordeaux 2005 Subskription bekommen und über die Preise der Premiere Crus bin ich so in's Sinnieren gekommen. Von den hohen Preisen zu den Kultweinen, dann über (gemachte) Marken (= brands) und Gragenweine - was im übrigen beides eine sehr hohe Affinität zu Kultweinen aufweist - weiter zu Terroir - auch hier gibt es Kultweine - wieder zurück zur Preisgestaltung durch ein limitiertes Angebot um letztendlich für mich zu der Frage zu kommen: wieviel Geld muß man in die Hand nehmen, um einen Spitzenwein erstehen zu können?
Ich wage einmal für mich eine Aussage: um zehn Euro finde ich immer wieder Weine, welche Weinen, die das Dreifache kosten, die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte - das funktioniert aber leider nicht, da ein Gutteil dieser Weine bereits rot sind :-), und so bleiben diese inkognito!
Bei Weißweinen bin ich leichter zufriedenzustellen. Hier gibt es immerwieder herrliche österreichische Weine um weniger als Euro Fünf. Zum Glück bin ich Österreicher :-)
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